Die Nebenkostenabrechnung 2013 schon erhalten?

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Bewohner von Mehrfamilienhäusern und größeren Wohnanlagen bekommen derzeit ihre Nebenkostenabrechnung. Diese umfasst neben einigen überschaubaren Positionen wie Müllgebühren und Hausmeisterservice auch Beträge, die richtig ins Geld gehen: die Betriebs- und Verbrauchskosten für die Heizung sowie der Verbrauch von Warm- und Kaltwasser.

Leere Wohnung beheizt?

Man erinnert sich vielleicht kurz an einzelne Vorkommnisse – beispielsweise, dass die Heizkörper über das Wochenende auf „3“ standen, obwohl keiner da war, oder dass der Junior zum Lüften gerne das Fenster kippt und damit das Zimmer unnötig auskühlt. Mit ausgedehnten Duschsessions des Nachwuchses lässt sich die Liste fortsetzen. Wenn man mit der Familie über solche Dinge spricht, kann sich natürlich keiner erinnern.

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Bordcomputer ...

Da frage ich mich, warum denn die verbrauchte Energie nicht zeitnah ermittelt und angezeigt wird? Fast jeder Kleinwagen hat heute einen Bordcomputer. Er zeigt beispielsweise den Durchschnittsverbrauch, den Maximalverbrauch und den Momentanverbrauch unmittelbar an – und man kann sich leicht ausrechnen, was die flotte Fahrt auf der linken Spur ungefähr zusätzlich gekostet hat.

... für die Wohnung?

Warum gibt es diese Technik in nahezu jedem 20.000 €-Auto, aber in kaum einer 200.000 €-Wohnung? Die Energiewende funktioniert nicht allein dadurch, dass Atomkraftwerke durch Windräder ersetzt werden – der unnötige Verbrauch von Energie muss ebenfalls reduziert werden. Das gelingt nur, wenn das Bewusstsein aller Beteiligten geschärft wird – beispielsweise durch ein kleines Display, das die aktuellen Verbrauchswerte ständig vor Augen führt – wie im Auto. Was in einem Studentenwohnheim in Masdar City/Abu Dhabi geht, muss doch auch bei uns machbar sein.

Was meinen Sie? Würde eine detaillierte Verbrauchserfassung bei Ihnen zu Einsparungen führen? Schreiben Sie doch Ihre Meinung als Kommentar oder per E-Mail direkt an mich.

Geposted von Gerhard Bäurle am 12.03.2014

Marketing / PR bei tci GmbH Gerhard Bäurle arbeitet als "schreibender Ingenieur" für tci. Er ist in der Welt der elektrischen Automatisierung zuhause und betrachtet Technologie auch immer aus dem Blickwinkel der Anwender. Aus dieser Sicht bringt er Technik in eine verständliche Form. Das gilt für Presseartikel und Anwenderberichte ebenso wie für Vorträge und Kundengespräche auf Fachmessen.
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