Touch-Panels als Herausforderung

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Hotelzimmer im Radisson Hotel in Erfurt
Foto: Cora Baranowski

Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich etwas zu einem meiner Hotelaufenthalte in Venedig geschrieben. Es scheint, als ließe dieses Thema mich nicht mehr los.

Dieses Mal verschlug es mich nach Erfurt in ein Hotel, welches es bereits zu DDR-Zeiten gab. Kindheitserinnerungen machten sich breit. Damals hätte ich mir nicht vorstellen können, dass es einmal einen Grund gibt, der mich dorthin führt. So war ich besonders neugierig, was mich im Radisson Hotel erwartet.

Zwei Touch-Panels im Zimmer

Mich interessiert moderne Gebäudetechnik ganz allgemein und in Hotels im Besonderen – so sind mir auch gleich die beiden Touch-Panels aufgefallen, die ich im Aufenthaltsbereich und im Schlafbereich meines Zimmers vorfand. Auf den zweiten Blick erkannte ich, dass hier mit dem KNX-Bus automatisiert wurde – oder besser werden sollte.

Erfurt von oben. Foto: Cora Baranowski Erfurt von oben – Foto: Cora Baranowski

Die Panels waren nämlich gar nicht in Betrieb. Weder das eine noch das andere funktionierte, da war ich doch sehr verwundert. Diesem bedauerlichen Umstand musste ich auf die Spur gehen. Kurz nach meiner Anfrage bezüglich der Panels standen zwei freundliche Mitarbeiter vor meiner Zimmertür. Nachdem ich sie herein gebeten hatte, begann ein sehr interessantes Gespräch.

Touchpanel nach Gästebeschwerden abgeschaltet – Foto: Cora Baranowski Touchpanel nach Gästebeschwerden abgeschaltet – Foto: Cora Baranowski

Kontrollleuchten der Touch-Panels störten

Sie erklärten, dass sie die Panels ganz bewusst abgeschaltet hätten, obwohl sie funktionstüchtig sind . Es habe immer wieder Beschwerden von Gästen gegeben, die sich von den pulsierenden Kontrollleuchten der Touchs gestört fühlen. Und selbst wenn die Lichtpunkte nicht pulsierend wären, seien sie einfach zu grell.

Touch-Panels vom Personal abgeschaltet

Ich konnte kaum glauben, was ich da hören musste Da wurde ein traditionsreiches Hotel mit großem Aufwand modernisiert und mit viel Mühe toll eingerichtet und gestaltet. Und die Gebäudeautomation war so ausgeführt, dass sie die Gäste belästigt, statt den Aufenthalt komfortabel und angenehm zu machen.

Hier wurde mir wiederholt klar, dass die Beratung und Aufklärung der Kunden bezüglich der Möglichkeiten im Bereich der Gebäudeautomatisierung enorm wichtig ist. Beratung, die am Kunden vorbeigeht, nutzt, wie in diesem Fall gezeigt, niemandem etwas.

Es ist mir ein großes Anliegen, auf die Vielfalt und Möglichkeiten der Automatisierung hinzuweisen, da sie – bei einer durchdachten Ausführung – einem das Leben unaufdringlich versüßen kann. Lesen Sie dazu auch meinen früheren Blogbeitrag Vom Smart Home zum Smart Hotel oder den Beitrag von meinem Kollegen Gerhard Bäurle zum Hotel The Dom in Saas-Fee/Schweiz.

Bei tci kenne ich das so, dass sowohl die Kollegen aus dem Vertrieb als auch die Systemintegratoren, welche die Systeme planen und einbauen, jeden Anwendungsfall genau analysieren, um für den Kunden die beste Lösung zu realisieren.

Erfurt bei Nacht – Foto: Cora Baranowski Erfurt bei Nacht – Foto: Cora Baranowski

Wie schon im letzten Blogbeitrag erwähnt: Gebäudeautomatisierung und die Modernisierung alter Hotelgebäude können durchaus in einer harmonischen Symbiose zu einander stehen. Das ist doch wirklich eine tolle Zukunftsperspektive. Das A und O für die Zukunft ist jedoch eine umfassende und ehrliche Kundenberatung.

Wie ist den Ihre Erfahrung mit moderner Gebäudetechnik in Hotels? Finden Sie sich auf Anhieb zurecht? Oder waren die Panels auch abgeschaltet? Schreiben Sie Ihre Meinung doch als Kommentar in den Blog oder per E-Mail direkt an mich.

 

Geposted von Cora Baranowski am 16.12.2015

Freie Mitarbeiterin im Marketing bei der tci GmbH. Seit April 2013 bringe ich mein Know-How als Fotografin und Teil der Marketingabteilung ein. Desweiteren wirke ich bei der Erstellung von Werbekampagnen mit.

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