Auf der light+building 2016

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Noch bis Freitag, 18. März 2016, läuft die diesjährige light+building in Frankfurt. Schwerpunkte sind die zunehmende Digitalisierung und die Vernetzung. Das merkt man beispielsweise daran, dass es immer mehr Sensoren für die Erfassung aller möglichen Daten gibt. Natürlich fällt immer wieder das Stichwort Internet der Dinge, bei der Beleuchtung wird nicht nur die Lichtfarbe diskutiert, sondern auch wie die Lichtnuancen auf die Menschen wirken. So soll das Licht für die Menschen am Morgen kühl-blau, mittags sonnig-gelb und am Abend sanft gelb-braun sein.

Das Smartphone ist allgegenwärtig

Nicht nur in den Händen der Besucher, sondern auch auf vielen Messeständen. Ok – bei tci ambiento etwas weniger. tci präsentiert PC- und Android-basierte Touchpanels auf der Messe, die fest in oder vor der Wand montiert werden können. In manchen Messegesprächen hörte man zwischen den Zeilen, tci sei gegen Smartphones, weil wir Touchpanels verkaufen wollen. Nun, anders herum wird ein Schuh draus: Wir bei tci kennen die Eigenschaften von Smartphones und Tablets (dazu habe ich kürzlich an dieser Stelle etwas geschrieben) und haben genau deshalb die Touchpanels entwickelt.

BT_tci_l+b2tci auf dem KNX-Gemeinschaftsstand
Bild: Gerhard Bäurle

Web statt App

An den derzeit vorhandenen Smartphone-Ökosystemen stören mich die Update-Orgien der Apps am meisten. Kein Tag vergeht, an dem nicht mindestens eine App ihr Update verlangt. Wenn man sich dann noch im Mobilfunk-Niemandsland befindet, kann man warten, bis die App fertig ist und dann die erwarteten E-Mails auf das Handy tröpfeln. Da hoffe ich schwer, dass es mit der zunehmenden Verbreitung (und hoffentlich Standardisierung) von HTML5 zukünftig mehr webbasierte Anwendungen gibt, die in jedem Browser laufen, ohne dass eine App installiert werden muss. Das wäre auch für die Anbieter von Vorteil, weil sie dann unabhängig vom Endgerät nur die Server-Applikation pflegen müssen.

Zurück zur light+building

Wenn man durch die Hallen geht, wird einem klar, dass es beim Thema Smart Home längst nicht mehr nur um die Bequemlichkeit geht. Sowohl die Sicherheit als auch die Energie-Effizienz rücken mehr in den Fokus. Zum Beispiel Rauchwarnmelder bei unserem Stand-Nachbar Hekatron, die den Betriebszustand und die Alarme direkt auf das Smartphone melden. Oder per Schaltkontakt an die Haussteuerung, beispielsweise einen digitalSTROM-Server, wie wir ihn zuhause haben. Oder Straßenlaternen, welche sich nur einschalten, wenn Fußgänger unterwegs sind. Das heißt dann zwar eher Smart City, hat aber auch mit zusätzlichen Sensoren und Digitalisierung zu tun.

Vorhin las ich noch im online-Bereich der FAZ, Lichtschalter seien von gestern, es ist gar vom Neandertal die Rede, falls man heute noch etwas per Hand bedient. Nun, das halte ich für sehr weit hergeholt. Ich hoffe doch, dass herkömmliche Taster in die Smart Home-Steuerung integriert werden. Bei unserem digitalSTROM-Smart Home ist das prinzipbedingt der Fall.

Oder soll ich den Gästen bei jedem Besuch etwa aufs Neue erklären, wo sie den Touch berühren dürfen und wo nicht?  Auch ich selbst möchte, wenn ich ein dunkles Zimmer betrete, auf einen Taster tippen und nicht den Button auf dem Touch suchen. Zudem soll ein Smart Home die Bewohner unterstützen und nicht bevormunden.

Vier Taster sind über eine 4-fach-Klemme mit dem dS-Server verbunden. BildVier Taster sind über eine 4-fach-Klemme mit dem dS-Server verbunden.
Bild: Gerhard Bäurle

Welche Eindrücke habe Sie von der light+building 2016 mitgenommen? Was haben Sie für sich Neues entdeckt? Schreiben Sie doch Ihre Meinung als Kommentar direkt in den Blog oder per E-Mail an den Autor.

Geposted von Gerhard Bäurle am 17.03.2016

Marketing / PR bei tci GmbH Gerhard Bäurle arbeitet als "schreibender Ingenieur" für tci. Er ist in der Welt der elektrischen Automatisierung zuhause und betrachtet Technologie auch immer aus dem Blickwinkel der Anwender. Aus dieser Sicht bringt er Technik in eine verständliche Form. Das gilt für Presseartikel und Anwenderberichte ebenso wie für Vorträge und Kundengespräche auf Fachmessen.
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