Webpanels für Industrie 4.0

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Industrie 4.0 sorgt für zunehmende Vernetzung
Bild: geralt bei pixabay.com.

Politik und Beteiligte diskutieren zwar noch in in alle Richtungen, aber mal ganz unter uns, Industrie 4.0 hat doch längst begonnen. Während die firmenübergreifende Vernetzung über das Internet erfolgt, ist innerhalb des Unternehmens die IP-basierte Kommunikation über Ethernet bzw. im Produktionsbereich über Industrial Ethernet auf dem Vormarsch.

Durchgängig – aber mit System

Oft liest man von der „Kommunikation vom Sensor bis zu SAP“ – gemeint ist damit der durchgängige Datenaustausch vom Sensor an der Maschine bis hoch zum ERP-System (Enterprise Resource Planning System). Hier sind alle Geschäftsprozesse in einer einheitlichen Datenbasis abgebildet – von der Entwicklung und Beschaffung über die Fertigung und Produktion bis hin zu Vertrieb und Logistik.

 

Webtechnologie ist die Basis für Industrie 4.0. Webtechnologie ist die Basis für Industrie 4.0. Bild: jefferb bei pixabay.com.

 

Allerdings heißt das nicht, dass es sich hier um ein einziges physikalisches Netzwerk handelt, das wäre sogar eher schädlich. Die Anforderungen an ein Produktionsnetzwerk unterscheiden sich wesentlich von den Bedürfnissen im Office-Bereich. Im Büro geht es in erster Linie um große Datenmengen, um Datenbanken und um Konsistenz. In der Produktion ist Echtzeit das Schlagwort. Das bedeutet, dass innerhalb einer definierten Zeit eine Reaktion sichergestellt muss.

Idealerweise wird das Netzwerk in verschiedene Segmente eingeteilt. Verbunden werden die Netzwerke über Router, die nur einen definierten Datenaustausch zulassen. Trotz dieser notwendigen logischen Trennung ist es sinnvoll, auch in der Produktion auf Web- und IP-Technologie zu setzen. Man muss für einen geordneten Datenaustausch sorgen, hat jedoch keinen Technologiebruch.

Webpanels in der Produktion

Der Hauptvorteil der Webtechnologie in den Bereichen Bedienen und Beobachten liegt darin, dass die HMI-Anwendung nur ein einziges Mail entwickelt werden muss – und dann per Standard-Browser mehrfach aufrufbar ist. Per Webpanel, per PC und Browser wie auch mit mobilen Geräten, die per WLAN/Wifi angebunden sind.

Ein Vorteil ist auch die schnelle Austauschbarkeit der Panels im Fehlerfall. Es ist keine aufwendige Konfiguration des Ersatzgeräts erforderlich, die Eingabe der IP-Adresse des Webservers reicht. Sollten Anpassungen an der Bedienoberfläche erforderlich sein, erfolgen die Änderungen zentral am Server, ohne dass man jedes Panel einzeln anfassen muss.

 

Webpanels für webbasiertes Bedienen und Beobachten. Bild: tci GmbH. Webpanels für webbasiertes Bedienen und Beobachten. Bild: tci GmbH.

 

Ich will jetzt nicht behaupten, dass Industrie 4.0 mit dem Einsatz von Webtechnologie und Webpanels umgesetzt ist, aber es ist meines Erachtens ein Schritt in die richtige Richtung. Die Webpanels beschränken sich nicht auf den Einsatz in Produktionanlagen. Die Vorteile lassen sich beispielsweise auch bei der Gebäudeautomation, Energieversorgung und bei der digitalen Beschilderung nutzen.

Wie ist Ihre Meinung zum Themen Industrie 4.0 allgemein und zu webbasierten Bedienen und Beobachten im Besonderen? Schreiben Sie doch Ihre Meinung als Kommentar in den Blog oder per E-Mail direkt an mich.

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Geposted von Gerhard Bäurle am 22.02.2016

Marketing / PR bei tci GmbH Gerhard Bäurle arbeitet als "schreibender Ingenieur" für tci. Er ist in der Welt der elektrischen Automatisierung zuhause und betrachtet Technologie auch immer aus dem Blickwinkel der Anwender. Aus dieser Sicht bringt er Technik in eine verständliche Form. Das gilt für Presseartikel und Anwenderberichte ebenso wie für Vorträge und Kundengespräche auf Fachmessen.
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